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Meine erste Wasserpolitur

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WasserpoliturDas Thema Wasserpolitur, oder auch Wasserglanzpolitur, hat mich schon lange interessiert. In einige Foren existieren traumhaft schöne Bilder zu diesem Thema. Gemeint ist eine Politurethode mit der ein besonderes tiefgehender und spiegelender Glanz auf einem Glattlederschuh erzeugt wird. In einem früheren Beitrag "Wasserpolitur mit Kiwi Shoe Polish" in der Rubrik "Nachgedacht" habe ich einige Videolinks zur Wasspolitur veröfffentlicht.

Nun wurde es aber Zeit nicht nur vor der Wasserpolitur zu reden, sondern sie in einem Praxistest auszuprobieren.

 

Ich besorgte mir ein paar schöne Loafer von Bally aus Kalbsleder die nicht mehr in einem ganzen frischen Pflegezustand waren. Leider sind einige Gehfalten stark ausgeprägt die mit üblichen Methoden nicht mehr zu beseitigen waren. Die Gehfalten sind aber eher ein Schönheitsfehler und haben keinen Einfluß auf die Politur an der Kappe und Spitze der Bally Schuhe.

Bally Loafer vor der Wasserpolitur

Da in den Videos immer wieder Kiwi Shoe Polish für die Wasserpolitur verwendet wird, entschied ich mich auch für diesen Hersteller. Als Politurtuch nahm ich das Basselburg Poliertuch. Es ist aus Viskose und damit extrem fusselarm. Gegenüber neuen Poliertüchern aus Baumwolle nimmt es sehr gut Wasser an. Weiterhin ist es dünner als viele Baumwolltücher, dies war bei der Politur sehr hilfreich, ich hatte wesentlich mehr Fingefühl zu dem Leder. Zu guter letzt natürlich einen kleinen Tiegel mit Wasser.

Zutaten zur Wasserpolitur

 

Der erste Schritt war recht einfach. Das Poliertuch um zwei Finger gewickelt und ein wenig Schuhcreme aufgenommen. Die erste Schicht Kiwi Shoe Polish rieb ich fest in das Leder ein und, ohne die Schuhcreme antrocken zu anlassen, polierte mit dem Tuch die Stellen an der Spitze und auf der Kappe aus.

Anschließend nahm ich wieder etwas, allerdings weniger als vorher, Schuhcreme mit den Poliertuch auf und hielt die Stelle des Tuchs mit der Schuhcreme kurz in das Wasser. Ich reduzierte den Druck auf das Leder ein wenig und poliert so mit der Schuhcreme und dem Wasser auf dem Tuch das Leder.

Zum Start der zweiten Schicht war ich etwas entäuscht. Das Leder wurde erstmal wieder etwas stumpfer und der Glanz verschwand. Dies ist aber ganz normal. Die wenige Schuhcreme auf dem Tuch löst natürlich die erste Schicht Schuhcreme etwas an. Ich war dann versucht so lange zu polieren bis die Wasserschicht auf der Schuhcreme verschwindet. Dies stellte sich aber als falsch heraus. Also den ganzen Vorgang wiederholen, nur diesmal poliert ich so lange mit immer sanfteren Druck bis der Glanz besser wie beim ersten Druchgang war. Die Wasserschicht auf dem Leder beachtete ich gar nicht mehr.

Die ganze Prozedur wiederholte ich dreimal. Dabei nahm ich immer weniger Schuhcreme auf, aber dafür immer mehr Wasser. Der Glanz wurde bei jeden Druchgang besser und kam meinen Wunschvorstellungen schon sehr nahe.

Beim vierten Durchgang nahm ich gar keine Schuhcreme mehr auf, sonder benetzte das Poliertuch nur noch mit Wasser. Den Druck beim Polieren nahm ich immer weiter weg, so dass ich zum Schluß ganz leicht über das Leder strich. Ich war erstaunt, mein Ergebnis kam nicht ganz an die besten Wasserpolituren ran die ich bisher gesehen hatte, aber es fehlt nicht mehr viel. Die letzten Spuren Wasser auf dem Leder polierte ich nicht mehr weg. Ich nahm eine trockene Stelle des Poiertuchs und strich ganz sanft über das Leder um das Wasser zu entfernen.

Das Egebnis sehen sie unten im Bild. Rechts der Schuh ohne Wasserpolitur, links der Schuh mit Wasserpolitur. Durch die Naht auf der Kappe ist der Effekt der Wasserpolitur auf dem Bild leider nicht in allen Detals zu erkennen. Die Spitze des Schuhs verschafft aber einen ganz guten Eindruck von dem Ergebnis.

Links mit Wasserpolitur, rechts ohne

Fazit:

Ich hatte mir die Wasserpolitur wesentlich schwieriger vorgestellt. Mit etwas Übung ist die Politur sicherlich noch zu steigern. Das Schönste daran, es Bedaf keiner besonderen Zutaten: Eine Hartwachsschuhcreme, ein fusselfreies Poliertuch und Wasser. Ich werde mir jetzt einen Schuh ohne Naht auf der Kappe aussuchen, vielleicht mit einem Braunton, und werde meine zweite Wasserpolitur vornehmen. Obwohl ich mit dem ersten Ergbnis mehr als zufrieden bin, soll die zweite Wasserpolitur deutlich besser werden.

In der Rubrik "Praxistest" werden ich dazu dann wieder einen Beitrag schreiben.

 

 

 
Kommentare (1)
1 Freitag, 09. April 2010 um 00:47
Ich kann mir nicht helfen, aber die besten Ergebnisse habe ich bis jetzt mit einer Yak- oder Rosshaarbürste und ein bisschen Zeit erzielt.

Das Ergebnis Links bekomme ich auch ohne Wasser hin - ein gutes Hörspiel für die Arbeit tut es auch.

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